Zusammenfassung NISV

Referat NISV (HB9AUR)

Rechtsgutachten(HB9AZT)

Baubewilligungsverfahren

Referat NISV (HB9AZT)

Publikationen im „old man“ und „HB radio“

News / Aktuelles








Kontakt

Feedback

Links

Immissionsgrenzwert

Sicherheitsabstand

Anlagengrenzwert


NISV und AMATEURFUNK


Die alternativen Informationen zum Thema

oder

Was die USKA und die Behörden nicht wahrhaben wollen


Schon bevor die definitive Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) publiziert war, begannen Organe der Union Schweizerischer Kurzwellenamateure (USKA) in öffentlichen Auftritten und mittels Publikationen im Vereinsorgan „old man“, eine einseitige, rechtlich unhaltbare Interpretation der Verordnung und ihrer Auswirkung für die Amateurfunker zu verbreiten. Kritik an dieser Haltung wurde ignoriert oder ausweichend und verallgemeinernd beantwortet. Zu konkreten, juristisch fundierten Argumenten wurde lange Zeit von Seite USKA keine Stellung genommen. Erfreulicherweise scheint sich nun aber doch langsam ein gewisser Sinneswandel im Vorstand abzuzeichnen.


Die Vorschläge der USKA zur Umsetzung der NISV laufen den Interessen der Amateurfunker zuwider:

- Sie behindern ihn bei der Ausübung seiner experimentellen Tätigkeit -

Die bisherige Haltung der USKA schadet den Funkamateuren. Es ist schlichtweg unverständlich, dass die USKA in dieser Angelegenheit ihre Aufgabe, die Interessen ihrer Mitglieder zu vertreten, überhaupt nicht wahrnimmt!


Die Betreiber dieser Informations-Seiten haben sich zum Ziel gesetzt, den Funkamateuren sowie den verantwortlichen USKA Organen und den zuständigen Behörden aufzuzeigen, was die rechtlichen Konsequenzen der NISV für uns Funkamateure wirklich sind. Kurz zusammengefasst sind es diese:



Flächendeckende Erhebungen bezgl. Einhaltung der Immissionsgrenzwerte, wie sie nun mehrfach durchgeführt wurden, entbehren der Rechtsgrundlage. Die Berufung auf Art. 10 und 11 ist missbräuchlich, da sich diese nur auf die Durchsetzung der vorsorglichen Emissionsbegrenzung beziehen.


Amateurfunkanlagen, welche weniger als 800 Stunden pro Jahr senden, unterstehen nicht den Vorschriften für die vorsorgliche Emissionsbegrenzung. Für sie entfällt die Verpflichtung zum Standortdatenblatt nach Art. 11 im Baubewilligungsverfahren.


Die Massnahmen zur Umsetzung der NISV sind in dieser Verordnung abschliessend aufgeführt. Es liegt keinesfalls „im Ermessen der Kantone“, welche Massnahmen sie anordnen. Im Gegenteil: der Gesetzgeber will mit der NISV die Willkür in der Umsetzung verhindern. Die Kantone dürfen die Vorgaben der NISV nicht verschärfen.


Es zeichnet sich leider ab, dass übereifrige Vertreter diverser Behörden nicht bereit sind, die rechtlichen Rahmenbedingungen der NISV zu akzeptieren. Sie werden in ihrer Haltung natürlich dadurch bestärkt, dass selbst der Dachverband der Funkamateure – die USKA - ihr Vorgehen stützt. Es ist deshalb wichtig, dass der USKA-Vorstand zur Kenntnis nimmt, dass viele Mitglieder mit seiner NISV-Politik nicht einverstanden sind. Die USKA-Sektionen sind deshalb aufgerufen, aktiv zu werden, die NISV-Problematik zu thematisieren und auf den USKA-Vorstand einzuwirken, damit er eine kritischere Haltung gegenüber den Behörden einnimmt.





Diskussionsrunde zum Thema NISV, mit Schwerpunkt Sicherheitsabstand...




Feedback und Kontakt:

Als Betreiber dieser Seite sind wir interessiert am Feedback der Amateure zum Thema NISV und Umsetzung. Wir möchten das Feedback in der Art eines Gästebuches auf dieser Seite veröffentlichen. Alle emails, die uns mit dem Betreff „Feedback“ erreichen, werden in dieser Rubrik veröffentlicht. Wir setzen das Einverständnis des Absenders voraus. (Eine Antwort mit Bestätigungsaufforderung wird versandt, um Missbrauch zu verhindern.)

Anfragen und Feedback, die nicht zur Veröffentlichung bestimmt sind, sind mit einem anderen Betreff zu versehen.


Mitteilungen und Feedback sind zu richten an: Martin Spreng, HB9AUR;

Email-Adresse: hb9aur ( a-t ) nis-v.ch -> Spamschutz: ( a-t ) muss durch @ ersetzt werden.



Links:

Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) vom 23. Dezember 1999

Erläuternder Bericht zur NISV

Rundfunk- und Funkrufsendeanlagen; Empfehlung zur NISV

Informationen des Bafu zur NISV


Informationen der USKA zur NISV


Information des Radio Amateur Club Zürich zur NISV und zur Amateurfunkstationstandortdatenblattsammelaktion der Stadt Zürich


ICNRP Richtlinien zum Schutz vor elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Feldern (PDF-Dokument in Deutsch oder in Englisch)
weitere Publikationen des ICNRP sind hier zu finden: http://www.icnirp.de/PubEMF.htm


Ein Blick über die Grenzen:

Das in Deutschland gültige Gesetz über Funkanlagen (FTEG) und die zugehörige Verordnung über das Nachweisverfahren (BEMFV)

Die Politik der amerikanischen FCC bezüglich Sicherheit von Sendeanlagen sind hier erläutert: http://www.fcc.gov/oet/rfsafety/background.html ;
Die Details der Ausführung sind im OET Bulletin #65 zu finden.


Immissionsgrenzwert (IGW):

Laut Artikel 13 NISV müssen stationäre Anlagen den Immissionsgrenzwert überall dort einhalten, wo sich Menschen aufhalten können. In Anhang 2 sind die IGW festgelegt. Der IGW wird als maximal zulässige elektrische Feldstärke in V/m ausgedrückt. Die relevanten Grössen für unsere Frequenzbänder sind folgende:


Band / Frequenz

IGW

160 m / 1.8 MHz

65 V/m

80 m / 3.5 MHz

46 V/m

40 m / 7.0 MHz

33 V/m

30 m – 2 m / 10 MHz – 400 MHz

28 V/m

70 cm / 440 MHz

29 V/m

23 cm / 1240 MHz

48 V/m


Sicherheitsabstand (SA):

Die Stärke des elektrischen Feldes einer sendenden Antenne nimmt mit der Distanz zur Antenne ab. Ausserhalb des Sicherheitsabstandes SA zur Antenne ist die Strahlung geringer als der vorgeschriebene Immissionsgrenzwert.

Der Sicherheitsabstand lässt sich mit dem von der USKA bereitgestellten Berechnungsblatt auf einfache Weise bestimmen. Man kann damit ein paar Musterbeispiele berechnen, um ein Gefühl zu bekommen, wie gering meistens der Bereich im Umfeld einer Antenne ist, wo der IGW überschritten wird.


Sicherheitsabstand in m für eine einfache horizontale oder vertikale Dipol-Antenne:

Modulation

SSB
(Sprache)

CW
(Morsen)

SSB
(Sprache)

CW
(Morsen)

Sender-Leistung

100 W

1000 W

ERP (ca.) *

6-8 W

12-16 W

60-80 W

120-160 W

Frequenz

1.8 MHz

0.5

0.7

1.6

2.2

3.8 MHz

0.7

1.0

2.2

3.1

7.0 MHz

1.0

1.4

3.0

4.3

10 - 400 MHz

1.1

1.6

3.6

5.1

* ERP (Equivalent Radiated Power) ist die mittlere abgestrahlte Leistung in einem 6 min Intervall. Sie ist abhängig vom verwendeten Übertragungsverfahren (Sprache oder Morsen) und von den Leistungsverlusten auf dem Weg vom Sender bis zur Antenne.


Die (korrigierte) elektrische Feldstärke Ek im Abstand d zur Antenne errechnet sich aus der mittleren abgestrahlten Leistung Ps wie folgt:

Ek = 1.6 * SQRT (30 * Ps ) / d

Dabei ist der Korrekturfaktor 1.6 ein empirisch ermittelter Wert, der die Bodenreflexion berücksichtigt.


Anlagengrenzwert (AW):

Stationäre Anlagen, die eine Leistung von mehr als 6 W ERP haben und mehr als 800 Stunden pro Jahr senden, müssen an Orten mit empfindlicher Nutzung („OMEN“) den Anlagengrenzwert einhalten. Er ist mit 3 V/m um rund einen Faktor 10 geringer als der Immissionsgrenzwert. Es handelt sich bei dieser Vorschrift um eine vorsorgliche Massnahme im Sinne des Umweltschutzgesetzes. In der NISV wird von der „vorsorglichen Emissionsbegrenzung“ gesprochen.

Die meisten Amateurfunkanlagen sind weniger als 800 Stunden pro Jahr auf Sendung. Für diese gelten daher die Bestimmungen über die vorsorgliche Emissionsbegrenzung nicht, und sie sind auch ganz klar nicht tangiert von den Massnahmen, welche vorgesehen sind, um die Einhaltung des Anlagengrenzwertes durchzusetzen („Standortdatenblatt“).